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Echolotbilder interpretieren

Echolotbilder richtig interpretieren ist schon so eine Kunst für sich. Klar, die Tiefe ablesen und vielleicht Signale erkennen, die man dann zielsicher als Fische zu deuten versucht, bekommt man noch irgendwie hin – das funktioiert sogar meistens, ohne einen Blick in die Bedienanleitung geworfen zu haben.

Was viele nicht wissen, ein modernes Echolot liefert uns Daten für deutlich aussagekräftigere Informationen. Dazu müssen wir jedoch besser verstehen wie ein Echolot funktioniert. Damit ihr auch bei großen Tiefen die Sandflächen findet, Fischschwärme unterscheiden könnt und gezielt die hungrigen Räuber findet, möchten wir euch hier demnächst einen spannenden Beitrag präsentieren. Da das Thema jedoch nicht trivial ist, brauchen wir dazu noch etwas Zeit, um z.B. auch genügend aussagekräftige Screenshots zu sammeln. Wir freuen uns, auf den dann folgenden Austausch mit euch!

 

Doch zunächst einige Grundlagen

Zu Beginn sollten wir uns über die Grenzen des Echolots klar werden. Dazu müssen wir zu allererst verstehen, wie die Geräte funktionieren. Grundsätzlich funktionieren alle Echolote nach dem gleichen physikalischen Prinzip. Dabei kann dann eine Bildschirmanzeige unterschiedliche Ursachen haben und es gibt eine Szenariospanne, wie es unter dem Boot tatsächlich aussieht.


Am bekanntesten ist das Phänomen, dass Echolotbild nicht zu der Realität zu passen scheint, v.a. wenn wir an steilen Kanten fischen. Stehen wir über einer Steilwand mit von 50-150 m genau in der Mitte auf 100 m Tiefe, wird uns das Echolot je nach Abfallwinkel der Steilwand vllt. nur 50 m Wassertiefe anzeigen, da der Geberwinkel diesen Teil noch erreicht und das Signal folgerichtig als erstes zurückkommt und das Gerät somit den Schluss zieht, dort ist die Bodenlinie. Gibt es nun noch Fischsignale aus 100 m oder 130 m, wird das Gerät diese Signale ignorieren. Wenn ihr nun ein Signal über Grund auf 48 m seht, vermutet ihr, der Fisch sei kurz über Grund. Jetzt fischt ihr Richtung Backbord wo es steil nach unten geht auf fast 150 m. Was nun passieren kann: Das Fischsignal kommt auch von Backbord, nur eben nicht vom Grund sondern aus dem Mittelwasser. Das Gerät nimmt also das Mittelwasser Fischsignal von Backbord und bildet es zusammen mit dem Bodensignal von Steuerbord ab. Das Ergebnis ist, dass euch das Gerät signalisiert. Ihr würdet bei 50 m Wassertiefe Fischsignale in Grundnähe haben.
Dieses Phänomen lässt sich nur dadurch beheben, dass ihr das Revier abfahrt und nicht stehend oder mit schwacher Drift die Echolotbilder zu interpretieren versucht. Ein Echolot ist eben auch dazu ausgelegt, um bei Fahrt Untergrundstrukturen zu erkennen und Fische zu identifizieren. Die bekannten Fischsicheln mit den hellen Fischblasen in der Mitte habt ihr in der Regel bei Geschwindigkeiten zwischen 4 und 8 km/h. Seid ihr zu schnell, werden die Fische immer mehr gestaucht, bis zu nur noch als Punkte wahrnehmbar sind. Seid ihr hingegen zu langsam, z.B. wenn ihr bei nulldrift auf der Stelle steht, werden die Fischsignale zu langen Fäden und sind nicht mehr von Wasserpflanzen oder anderen Elementen zu unterscheiden.

 

Welche Informationen haben wir eigentlich über die Bodenbeschaffenheit?

Das Echolot erhält die ausgegebenen Signale in unterschiedlicher Stärke zurück. Das Gerät bildet diese Information unter anderem mit einer abgestuften Farbgestaltung ab. Ihr erkennt die Bodenhärte in der Regel an der Dicke der Bodenlinie. Dabei ist die Logik nicht unbedingt intuitiv aber dennoch nachvollziehbar. Bekommt das Gerät klare Signale zurück, kann es diese gut sortieren und einordnen. Die Bodenlinie ist klar, hart und recht dünn. Steht ihr über einen weichen Boden und das Gerät erhält schwache und teilweise uneindeutige Signale zurück, erscheint die Bodenlinie dicker und ausgefranster.

 

Zusammenfassung

Gerade in er heutigen Zeit sind hochwertige Echolote mit CHIRP und DownVision sowie SideVision auch für Privatanwender nutzbar. Hier habt ihr alle Funktionen, um die physikalischen Einschränkungen so weit wie möglich auszuhebeln bzw. zu minimieren. Wählt am besten ein Echolot mit großem Display und fahrt die Hot Spots in einer echolotfreundlichen Geschwindigkeit ab. Dabei solltet ihr auf Splitscreen Sonar und DownVision bzw. DownImaging schalten – hierbei macht sich ein größeres Display besonders bezahlt. Bei flacheren Gewässern bis maximal 50 m könnt ihr zusätzlich noch den SideImaging-Modus benutzten und damit sicher unterscheiden, was sich links und was sich rechts des Bootes abspielt.

Wenn ihr Fragen zu eurem Echolot und dessen Funktionen sowie Einstellungen habt, sind wir selbstverständlich immer für euch da und stehen mit Rat und Tat zur Seite.